Ich habe noch nie jemanden kennengelernt, der gesagt hat: „Reisen? Finde ich doof!“


Warum auch? Es ist super! Man sieht neue Dinge, lernt neue Menschen kennen. Man lässt seine Alltagssorgen hinter sich. Warum reisen wir also nicht mehr? Tun einfach das, was uns Spaß macht? Sehen uns Länder an, die wir schon immer sehen wollten? Warum bleiben so viele an ihren Bürojobs hängen, obwohl sie es eigentlich hassen?

 

Die Top 5 Ausreden, warum man nicht auf Reisen geht

 

Nummer 5: Mein ganzes Leben und alle meine Sachen sind hier. Das kann ich doch nicht einfach aufgeben!

Das verlangt niemand. Niemand hat behauptet, dass man alles hinter sich lassen muss, um die Welt zu entdecken. Doch wenn ich eines gelernt habe, als ich unterwegs war, dann das man wirklich nicht viel zum glücklich sein benötigt. Natürlich ist jeder Mensch anders, doch ich nehme jetzt einfach mal an, dass du nicht auf dieser Seite gelandet bist, weil du zu Hause bleiben möchtest. Du möchtest die Welt sehen. Die Frage ist nur, wie sehr man es will. Wenn du all deine Sachen mal genauer betrachtest, dann findest du sicher auf Anhieb jede Menge Teile, die du eigentlich nicht mehr brauchst. Warum also nicht das Ganze, unnötige Zeug los werden und den Rest in Kisten verstauen und bei Bekannten oder den Eltern unterbringen? Auch einlagern ist eine Möglichkeit. Während du unterwegs bist, kannst du deine Wohnung untervermieten. Wenn du doch einen radikalen Schnitt ziehen willst, kannst du deine Wohnung auch aufgeben.

Doch nicht nur dein Besitz macht dein Leben aus, auch deine Bekannten und Freunde. Nun… die sind nicht aus der Welt und mittlerweile sind die Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben, quasi unbegrenzt. Deine Freunde werden sich freuen, dass du deine Träume endlich verwirklichst. Außerdem… Was ist mit all den Freunden, die du auf deinen Abenteuern kennenlernen wirst? Glaub mir, selbst wenn du schüchtern bist, wirst du jede Menge Menschen kennenlernen, die du ganz schnell nicht mehr missen möchtest

 

Nummer 4: Was ist, wenn etwas passiert?

Und was ist wenn nicht? Du bleibst ja auch nicht den ganzen Tag in deiner Wohnung sitzen, weil du Angst davor hast, dass du unter die Räder kommst, oder ein Taschendieb deine Geldbörse klaut. Auch zu Hause kann dir theoretisch jede Menge passieren.

Ich gebe zu… Andere Länder, andere Sitten! Das heißt aber noch lange nicht, das dir deshalb etwas Schlechtes passiert. Wenn du dir unsicher bist, dann finde jemanden, der mit dir reist. In jedem Fall solltest du eines tun: Versichere dich! Sollte dir so etwas passieren, dann bist du wenigstens sicher, dass dir auch geholfen werden kann. Es gibt viele verschiedene Versicherungen, die sich auf Reisende spezialisiert habe. Bei meiner 10-monatigen Neuseelandreise hatte ich zum Beispiel eine super Versicherung über die HanseMerkur.

Auch eine Sache, die ich immer mache, ist mich beim Auswärtigen Amt, über mein Reiseziel zu informieren. Dort werden nämlich nicht nur Dinge geschrieben, wie „passen sie auf Taschendiebe auf“, es werden auch Tipps für evtl. Impfungen gegeben.

Wer als Deutscher ins Ausland reist, kann sich auch in eine Liste eintragen. Sollte in diesem Land etwas passieren, weiß man, wo du dich gerade aufhältst und das du evtl. raus geholt werden musst. Natürlich könnte man jetzt wieder sagen: Sie beschreit ja förmlich danach, dass etwas passiert. Ich sehe das ein wenig anders. Nur weil ich viel reise, heißt das ja nicht, das ich mir keine Gedanken mache. Das Stichwort heißt: Verantwortungsvolles Reisen. Nicht nur die Verantwortung, die man in dem Land hat, alles sauber zu hinterlassen und rücksichtsvoll mit Land und Leuten umzugehen. Du hast vor allem Dir selbst gegenüber die Verantwortung auf Dich aufzupassen.

Die Devise heißt also: Bereite dich ein wenig vor. Schließe eine Reiseversicherung ab und trage dich u.U. in die Liste des Auswärtigen Amtes ein.

 

Nummer 3: Ich bin zu alt! Ich sollte mitlerweile etwas erreicht haben im Leben!

Um ehrlich zu sein… Das ist eine Sache, die ich mir selber immer gesagt habe. Ich bin Nichtmal 30, habe aber das Gefühl, das ich mehr hätte erreichen müssen. Warum ich das noch nicht habe? Weil mir das gesellschaftliche Korsett nicht passt, das so oft versucht wurde, mir überzustülpen.

Nach spätestens 3 Monaten in einem neuen Job habe ich das Gefühl mich zu Tode zu langweilen und suche schon nach neuen Stellen. Auch wenn ich meistens bei dem Arbeitgeber bleibe (aus Bequemlichkeit), brauche ich die Veränderung. Es hat lange gebraucht, bis ich das verstanden und akzeptiert habe. Eine Zeit lang habe ich sogar gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt, weil ich mich so schlecht anpassen kann. Doch wer sagt, dass wir uns immer anpassen müssen? Warum passen wir die Situation nicht ganz einfach an uns an?

30 ist das Neue 20! Jetzt ist deine Zeit! Jetzt bist du jung! Also lebe Dein Leben, wie es Dir gefällt!

Anfang meiner 20er war ich überhaupt noch nicht reif genug, eine weite Reise alleine anzutreten. Das mag nicht jedem so gehen. Ich war ohnehin immer ein Spätzünder. Als ich mit 27 dann auf Working Holidays in Neuseeland war, habe ich endlich für mich erkannt, was wirklich wichtig ist und das setze ich jetzt um.

Man ist niemals zu alt, sein Leben in bessere Bahnen zu lenken. Wichtig ist, dass es Dir mit Deiner Situation gut geht und Du zufrieden bist. Du bist also nicht zu alt zum Reisen! Noch lange nicht!

 

Nummer 2:  Und was ist mit Später?

Gegenfrage: Bist du jetzt glücklich? Wenn du nur ein wenig gezögert hast, mit der Antwort, dann stelle dir die Frage: Und was ist mit JETZT?

Jetzt ist die Zeit, deine Träume zu verwirklichen! Nicht erst, wenn du in Rente gehst. Unter Umständen hast du dein ganzes Leben gearbeitet und bekommst dann nur noch eine geringe Rente – wenn überhaupt. Wichtig ist doch, dass du dein Leben nicht mit der Warterei auf eine bessere Zeit vergeudest, sondern dass du es jetzt in die Hand nimmst.

Du bist deines Glückes Schmied. An diesem Sprichwort ist so viel Wahres. Denk mal drüber nach!

 

Und schließlich, die beliebteste Ausrede, aller Altersgruppen, nicht reisen zu können. *Trommelwirbel*

 

Nummer 1: Ich habe kein Geld!

Gib’s zu! Diese Nummer eins ist wirklich keine Überraschung oder? Wie oft wurde ich schon gefragt, warum ich nicht mehr reise, wenn ich es doch will und meine Antwort war: „Ich habe zu wenig Geld!“ In den meisten Fällen habe ich ein zustimmendes Nicken oder ein seufzendes: „Ja, das kenne ich!“ bekommen.

Glaubt mir! Ich kenne es kein Geld zu haben! Trotzdem setze ich mich jetzt auf den Hosenboden und suche mir einen Job. Irgendeinen. Hauptsache die Kasse füllt sich irgendwie. Zusätzlich verkaufe ich meine alte, aber noch brauchbare Kleidung, Kosmetik, Schmuck und Schuhe über Kleiderkreisel. Auch eine gute Möglichkeit, die nie alt wird, ist Ebay oder die Ebay Kleinanzeigen. Wenn ich dort nicht alles weg bekomme, werden die Flohmärkte in der Gegend unsicher gemacht. Solange bis meine Reisekasse stimmt.

Aber all das hilft nichts, wenn du das sauer verdiente Geld gleich wieder ausgibst. Es heißt also, ein paar Monate in den sauren Apfel beißen. Abos kündigen, die man nicht mehr braucht und Verzicht üben. Brauchst du dieses neue paar Schuhe wirklich? Hinterfrage dich bei allem, was du in den Händen hältst, ob du es wirklich benötigst. Du wirst dich wundern, wie viel Du wieder zurücklegst

Das Fazit des Ganzen?

Wenn man etwas fest genug will, dann findet man immer eine Lösung, es auch zu bekommen!

Fallen Dir noch mehr Ausreden ein, oder passen die hier Beschriebenen, wie Faust aufs Auge, auf Dich? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Teile ihn mit Deinen Freunden!