Der Sommer ist endlich da! Die Ersten jammern schon über die Hitze, die anderen aalen sich in der Sonne. Doch wie verhält man sich bei so einem Wetter eigentlich richtig? Hier die wichtigsten Eckpunkte!

Eincremen. Eincremen. Eincremen!

Die Ausrede: “Aber ich will doch brauuuun werden!” zieht bei mir sowas von gar nicht. Eingecremt gehörst Du!

Auch ziemlich erschreckend finde ich den neuen Trend der Sonnenbrand-Kunst. Was soll das denn?

Ich für meinen Teil creme mich oft sogar oft mit 50er Lichtschutzfaktor ein, mindestens aber mit 30. Ich bin aber auch ein halber Albino. Ich werde grundsätzlich nicht braun, ich werde rot! Danach werde ich ein bisschen braun und dann pelle ich mich. Und warum? Weil ich mir nen Sonnenbrand geholt habe. Sei klüger als ich. Lerne aus meinen Fehlern. Ich versuche mich auch zu bessern.

Aber mal ernsthaft. So ein Sonnenbrand mag Dir jetzt vielleicht nicht ganz so schlimm vorkommen, aber langfristig ist es schon echt uncool.

Ein Sonnenbrand entsteht, wenn Du Dich ihr zu lange ausgesetzt hast, klar. Wusstest Du aber, dass die Haut erst 3 bis 6 Stunden nach der Sonneneinstrahlung rot wird? Das heißt, selbst wenn Du es nicht sofort merkst, Du könntest Deiner Haut großen Schaden zufügen, indem Du Dich nicht schützt.

Creme Dich mehrfach am Tag ein. Der Sonnenschutz wird Durch schwitzen, baden, Kleidung, etc. von Deiner Haut abgerieben. Mehrfaches eincremen ist also Pflicht. Aber Achtung! Dein Sonnenschutz verdoppelt sich nicht, nur weil Du Dich zweimal eingecremt hast. Verwende also direkt einen höheren LSF.

Auch wenn Du Kleidung trägst. Creme Dich immer am ganzen Körper ein. Auch durch Deine Kleidung dringen die UV-Strahlen durch. Ein Baumwollshirt hat in trockenem Zustand übrigens mehr Lichtschutzfaktor, als im nassen. Wenn Du also damit schwimmen gehen willst, dann verwende am Besten ein Spezielles. Für Schnorchler gibt es solche zum Beispiel*.

Lege dich nicht in der prallen Mittagssonne raus. Nutze den Morgen und Nachmittag dafür. Die Bewohner südlicher Länder machen es uns schon lange vor und haben nur ein müdes Lächeln für unser Verhalten übrig.

Auch ist es wichtig, dass Du Dich Minimum 30 Minuten vor dem Sonnenbaden eincremst. Ansonsten hast Du noch nicht den vollen Schutz erreicht und wunderst Dich nachher, dass Du trotzdem ausschaust wie ein Krebs.

Sonnenbrand was tun

Sonnenschutz ist wichtig. Am Besten höher als LSF 15!

Apropos Krebs. Die Langzeitschäden sind auch nicht zu verachten.

Hautkrebs ist natürlich nur eine und mit Sicherheit die schlimmste Folge von Sonnenbrand, aber es gibt durchaus noch mehr:

Deine Haut altert vorzeitig.

Schön zu sehen bei Truckern, die immer nur eine Seite des Körpers der Strahlung aussetzen. Während die eine Seite normal gealtert ist, sieht die andere Hälfte des Gesichts 30 Jahre älter aus und ist von tiefen Falten durchzogen.

Du kannst Pigmentstörungen bekommen.

Leider ist mir das selber passiert. Ich habe mich brav überall eingeschmiert, nur meine Füße habe ich vergessen – und Flip Flops getragen. Ein fetter Sonnenbrand auf dem Fuß war die Folge. Dieser hat so gejuckt, dass ich mir die komplette Haut abgerieben habe. Zurück geblieben ist ein unschöner Fleck auf dem Fuß, der mich immer an meine eigene Blödheit erinnert.

 

Sonnenschutz Sonnenbrille

Vergiss nicht, auch Deine Augen zu schützen.

Schütze auch die Augen vor der Sonne

Ja auch die Hornhaut der Augen kann einen Sonnebrand bekommen. Du merkst das, wenn sie nach dem “bräunen” jucken oder brennen. Trage deshalb immer eine Sonnenbrille mit richtigem UV-Schutz und am besten keine der preiswerten, die man so bei den bekannten Bekleidungsketten bekommt.

Auch hier kann es zu Langzeitschäden kommen. Grauer Star ist zum Beispiel ein Resultat, das daraus folgen kann.

 

Auch im Schatten wird man braun!

Langsamer natürlich, aber dafür sehr viel gesünder. Trotzdem solltest Du Dich auch hier vorsehen.  Auch beim langsamen Sonnenbaden kann man verbrennen… nur eben nicht ganz so schnell.

Gleichmäßige Bräune? Ein Peeling hilft.

Aber Achtung! Nach einem Peeling solltest Du mindestens 24 Stunden nicht in die Sonne. Das kann zu heftigem Sonnenbrand führen. Du hast Dir durch die Schleifpartikel abgestorbene Hautschuppen abgerieben. Das sorgt dafür, dass Deine Haut gleichmäßiger bräunen kann, macht sie aber auch empfindlicher.

Plane also im Vorhinein. Ein gutes Peeling wäre auch eines, das nicht aus Salz oder zerstoßenen Kernen besteht. Zwar sind die natürlich genauso wirksam, haben aber auch scharfe Kanten. Die können dazu führen, dass Du Mikroschnitte in der Haut hast. Im ersten Moment werden sie Dich nicht stören, aber wenn Du dann ins Wasser (mit Salz oder Chlor) gehst, wirst Du sie merken. Trotzdem würde ich Dir eher zu solchen Peelings empfehlen. Die Gründe kannst Du im nächsten Absatz nachlesen. Nur bitte: Nicht zu doll reiben! 

Mein Tipp für ein gutes Peeling ist das Weleda Birken-Dusch Peeling*. Es hat keine zerstoßenen Kerne oder Mikroplastik als Schleifpartikel, sondern peelt mit kleinen Wachsperlen schonend. Weleda ist eine bekannte Naturkosmetikmarke, die man auch in der Drogerie erhält.

Mikroplastik in Peelings und Sonnencreme

Ein weiteres Problem: Peelings, die nicht aus natürlichen Produkten entstehen, wie eben Salz oder zerstoßenen Kernen, enthalten oft kleine Plastik-Kügelchen als Schleifpartikel. Auch diese sollte man vermeiden. Zum einen ist es so, dass diese Plastikkügelchen (die auch als Mikro-Plastik bekannt sind), natürlich nicht abgebaut werden können. Sie gelangen so, beim Abwaschen, ins Wasser. Da sie oftmals nicht rausgefiltert werden (können), werden sie so auch von Tieren aufgenommen und gelangen so auch wieder in unser Essen. Von der Umweltverschmutzung mal ganz abgesehen.

Leider wird Mikroplastik auch in Sonnencremes verwendet. Hier dann eher als Bindemittel und für das bloße Auge nicht wirklich sichtbar! Wenn Du Dich mit einer solchen Creme einschmierst, dann gelangt es so ins Wasser und hier dann natürlich total ungefiltert. Auch deshalb ist es wichtig, mindestens 30 Minuten zu warten, bevor man, nach dem Eincremen, schwimmen geht. Besser ist aber noch, wenn Du versuchst, Mikroplastik aus dem Weg zu gehen.

Übrigens: Auch Silikone in Kosmetik sind sehr schwer abbaubar. Sie sind zudem Hautfremd und sorgen einzig und allein für ein gutes Gefühl auf der Haut, bringen ihr aber nichts!

In Deutschland müssen die Inhaltsstoffe auf jedem kosmetischen Produkt stehen. Folgende Stoffe gelten als Mikroplastik:

PE – Polyethylen

PP – Polypropylen

PET – Polyethylenterephthalat

Nylon-12

Nylon-6

PUR – Polyurethan

EVA – Ethylen-Vinylacetat-Copolymere

AC – Acrylates Copolymer

ACS – Acrylates Crosspolymer

P-7 – Polyquaternium-7

Silikone erkennst du an den Bezeichnungen Dimethicone oder Methicone.

Mein Tipp für Sonnencremes sind, nach einiger Recherche, die Cremes von eco cosmetics*. Es gibt sie in verschiedenen Stärken und sie scheinen frei von PEG, Parabenen, Nanopartikeln und Aluminiumsalzen zu sein. Ich muss gestehen, dass ich sie noch nicht getestet habe. Wenn Du da mehr weißt, als ich, dann schreibe mir gerne in den Kommentaren!

Und nach dem Sonnen?

Nach dem Sonnen solltest Du auf jeden Fall eine Apres Sun Creme benutzen. Sie gibt Deiner Haut noch mal pflegende Substanzen und sorgt dafür, dass die Haut auch schön braun wird. Bei einem leichten Sonnenbrand hilft es, sie auch zu kühlen.

Was tun, wenn es doch passiert?

Es hat alles nichts geholfen und du bist trotzdem rot geworden? Solange Du nur Verbrennung 1. Grades (Rötung, brennen und Juckreiz) hast, können Hausmittel helfen. Bei allem, was darüber hinaus geht (zum Beispiel Blasenbildung), solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen!

Hausmittel, die sich als gut bewährt haben und die ich auch selber einsetze sind:

Joghurt oder Quark

Quark ist nicht nur gesund, wenn man ihn isst. Er zieht die Hitze raus und beruhigt die Haut. Du wirst Dich gleich besser fühlen.  Wenn Du keinen Quark zur Hand hast, dann ist auch Joghurt in Ordnung.

Nur fürs Protokoll: Wir reden hier von Naturquark und Naturjoghurt. Ich kann nicht dafür garantieren, dass Pfirsich-Marakuja genauso gut wirkt.

Pure Aloe Vera

Am Besten direkt von der Pflanze. Einfach ein Blatt abschneiden und quer durchschneiden. Das Gel kannst Du dann auf den verbrannten Stellen auftragen.

Du musst dafür sorgen, dass Deine Haut ausreichend gekühlt wird und solltest außerdem viel Wasser zu Dir nehmen. Das gilt übrigens für alle warmen Tage. Normalerweise solltest Du minimum 2-3 Liter Wasser am Tag trinken. An heißen Tagen sogar noch mehr.

Mein Tipp wenn Du gerade keine Aloe Vera Pflanze zur Hand hast (Wie jetzt? Du nimmst keine Pflanzen mit in den Urlaub???): Kaufe Dir Aloe Vera Gel.* Das besteht zwar meist nicht zu 100% aus Aloe Vera (schon alleine, weil es haltbar gemacht werden muss), aber man findet viele Gele, die zu 99% daraus bestehen.

Was Du vermeiden solltest

Cremes, die Paraffin oder Ähnliches enthalten. Eine bekannte Creme mit blauem Hintergrund und weißer Schrift ist so ein Übeltäter. Paraffin ist ein Erdölendprodukt (Mineralöl) und legt sich auf Deine Haut wie ein Film. Sie schließt also die Hitze ein und dadurch wird es nur noch unangenehmer für Dich.

Paraffin wird in den Inhaltsstoffen oft so angegeben:

Paraffin

Paraffinum Liquidum

Petrolatum (Vaseline!)

Cera Microcristallina

Ozokerite

Ceresin

Auch Parfum solltest Du aus dem Weg gehen, da dieses zusätzlich zu Hautreizungen führen kann. Selbst wenn es das sonst nicht tut. Außerdem kann es unangenehm brennen, da in vielen Parfums Alkohol enthalten ist. Wenn Du unbedingt Duft verwenden möchtest, dann sprühe ihn auf die Kleidung.

Du wirst sicher viele der Dinge, die ich hier geschrieben habe, schon wissen. Trotzdem war es mir ein Anliegen, Dich noch mal zu erinnern. Sonnenbrand sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch langfristig schaden.

Genieße Dein Bad in der Sonne! Hast Du Dich, vor diesem Artikel, schon ausreichend geschützt? Erzähle uns davon in den Kommentaren.

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Corinna

Corinna

Corinna ist, auf ihrer Neuseelandreise, vom Travelbug gebissen worden und sucht seitdem ständig nach neuen Reisezielen. Durch ihre Ausbildung zur Kosmetikerin und Wellness-Spa-Masseurin, kennt sie sich mit Auszeiten aus und ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, ihren, manchmal chaotischen, Kopf frei zu bekommen.

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